Armoured locomotives
Armoured Locomotives
By Dieter Feige | April 2019 (Revised June 2025)
Armored locomotives are "back on track" – again?
This is not a pun, but a legitimate question given the vehicle pictured. Armored trains and locomotives were used as early as World War I by several warring nations. Notably, the earliest major tank deployment in Europe occurred on November 20, 1917, during the Battle of Cambrai, where the British relied on the breakthrough power of nearly 500 tanks. Subsequently, the tank proved itself as a new type of weapon and largely replaced the cavalry.
Thanks to an expanded rail network, armoured trains were used by both the Wehrmacht and the Red Army in Eastern Europe during World War II, primarily for defensive operations. Numerous books and illustrated volumes provide extensive information on this topic.
Until the 1990s, tanks still played a significant role in NATO strategies, which was reflected in the structure of the German Federal Armed Forces (Bundeswehr) at the time, with its armoured infantry and Panzer divisions. In the post-war era, no armoured trains were officially brought onto the tracks in Germany. Or were they?
The "Secret" Locomotives of the Bundeswehr
Under great secrecy, the Bundeswehr owned around 70 locomotives and ten road-rail vehicles—all of them custom-built. A documentary DVD titled "Military Locomotives in Action: The Secret History of Bundeswehr Locomotives" is still being sold online. However, one can save the money: the "thrill" of seeing combat locomotives equipped with state-of-the-art weaponry is missing. Neither armoured locomotives nor armoured trains were hidden in the depots or barracks.
Instead, they were specialized designs for standard and narrow-gauge operations within Bundeswehr facilities. To avoid dependency on the national railway (Deutsche Bundesbahn) for shunting work at depots on internal tracks, the Federal Office of Défense Technology and Procurement commissioned several manufacturers to build powerful diesel locomotives. These included engines in the 400-hp class ordered from almost all German locomotive manufacturers, as well as 200-hp locomotives designed and manufactured by Klöckner-Humboldt-Deutz.
In total, the Bundeswehr owned over fifty standard-gauge shunting locomotives. For the Navy, 20 narrow-gauge locomotives were purchased, primarily for transporting ammunition. Operations were gradually phased out in the 1990s following reunification, the dissolution of the Warsaw Pact, the reduction of the Bundeswehr, and new logistics concepts. Information on this is readily available at www.bundeswehrloks.de, including the current whereabouts of the decommissioned engines.
The Rail-Mounted Casspir
Returning to the photograph: this armoured vehicle does not come from Bundeswehr stocks. My sources indicated that these vehicles were used in Namibia by the South African Army to inspect railway lines for terrorist activities.
Research has confirmed that it is a Casspir from the South African Police (S.A.P.), converted into an armoured and mine-resistant rail vehicle, used in Namibia until the end of apartheid policy in 1995. The Casspir is a combat-proven 4x4 troop carrier introduced in 1979. It was manufactured by the South African subsidiary of BAE Systems (British Aerospace Electronic Systems).
This "Casspir on rails" contributed significantly to the safety of railway passengers during uncertain times. Today, it is a museum piece in the multifaceted history of rail transport.
A Subject of Renewed Relevance
This story has naturally sparked interest in whether other armoured rail vehicles for military or police use have existed since 1945. According to rumors (on-dit), the North Korean army still maintains armored rail vehicles.
Perhaps you know armoured rail vehicles that are still "in play" somewhere in the world? We would be delighted to receive any information. Railway stories fascinate us. Share these rarities with us at: feige@feige-business-advisors.de
Railways can often be memories, but also destinies for a lifetime—as Johnny Cash tells us in his song "Locomotive Man."
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Armoured locomotives
Russia still using Armored Trains
Panzerzüge längst vergessen
Dieter Feige April 2019
Überarbeitet Juni 2025
Armored locomotives are “coming to the train” - again?
Kein Wortspiel. Eine durchaus berechtige Frage angesichts dieses Vehikels auf Schienen. Panzerzüge und gepanzerte Lokomotiven wurden bereits im 1. Weltkrieg von mehreren kriegsführenden Nationen eingesetzt. Nicht nur am Rande erwähnt. Das historische Datum des ersten Einsatzes von Panzern in Europa ist der 20. November 1917. In der Schlacht von Cambrai setzten die Briten auf die Durchschlagskraft von fast 500 Tanks. Der Panzer hatte sich in der Folge als neuer Waffentypus bewährt und die Kavallerie weitestgehend abgelöst. Dank ausgebautem Schienennetz kamen im 2. Weltkrieg im Osten Europas Panzerzüge von der Wehrmacht und der Roten Armee zum Einsatz, die indes für defensive Kriegshandlungen verwendet wurden. Darüber informieren viele Bücher und Bildbände in Bibliothekstärke. Panzer spielten bis in die Neunziger Jahre in den NATO-Strategien noch eine bedeutende Rolle, was sich seinerzeit in der Struktur der Heerestruppen der Bundeswehr widerspiegelte. Panzergrenadier- und Panzerdivisionen. In der Nachkriegszeit sind in Deutschland keine Panzerzüge auf die Schienen gebracht worden. Oder doch? Unter großer Geheimhaltung besaß die Bundeswehr rund 70 Lokomotiven und zehn Zwei-Wege-Fahrzeuge, allesamt Sonderanfertigungen. Ein Dokumentarfilm im DVD-Format, der mit dem reißerischen Titel „Militärlokomotiven im Einsatz: Die verschwiegene Geschichte der Bundeswehr-Loks“ wirbt, wird aktuell immer noch im Internet zum Verkauf angeboten. Den Kauf kann man sich aber sparen, weil der Kick, der Anblick mit modernster Waffentechnik bestückte Kampfloks, leider ausbleibt. Weder gepanzerte Loks noch Panzerzüge waren in den Anlagen, Depots und Kasernen versteckt. Es handelte sich vielmehr um Spezialanfertigungen für den Normalspur- und Schmalspurbetrieb in Einrichtungen der Bundeswehr. Um nicht für die Rangierarbeiten in den Depots auf bundeswehreigenen Gleisanlagen von der Bundesbahn abhängig zu sein, wurde bei verschiedenen Herstellern der Bau leistungsstarker Diesellokomotiven vom Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung in Auftrag gegeben. Dabei handelte es sich um Loks der 400 PS-Klasse, die bei fast allen deutschen Lokomotivherstellern bestellt wurden, sowie um 200 PS-Lokomotiven, die von der Firma Klöckner-Humboldt-Deutz konstruiert und gefertigt wurden. Über fünfzig regelspurige Rangierloks befanden sich somit im Besitz der Bundeswehr. Für die Marine wurden 20 Schmalspurloks angeschafft, die vorwiegend für den Munitionstransport verwendet wurden. In den 90-er Jahren wurde der Betrieb schrittweise eingestellt. Wiedervereinigung, die Auflösung des Warschauer Paktes, die Reduzierung der Bundeswehr, aber auch neue Logistikkonzepte waren der Anlass. Um sich darüber zu informieren, muss man aber nicht ins Darknet. Die Internetseite www.bundeswehrloks.de gibt ausreichend Auskunft. Auch über den Verbleib der außer Dienst gestellten Lokomotiven.
Zurück zum Foto. Aus Bundewehrbeständen stammt dieses gepanzerte Gerät nicht, wie man sich leicht vergewissern kann. Der Informant teilte nur mit, dass diese Schienenfahrzeuge in Namibia von der South African Army eingesetzt wurden, um die Eisenbahnstrecken auf terroristische Aktivitäten zu prüfen. Recherchen haben nun erbracht, dass es sich um einen zum gepanzerten und minenfesten Schienenfahrzeug umgebauten Casspir der South African Police (S.A.P.) handelt, der bis zum Ende der Apartheitspolitik 1995 in Namibia verwendet wurde. Casspir ist der Name für einen ab 1979 eingesetzten und kampferprobten Allrad-Truppentransporter aus Südafrika. Hersteller des Casspir ist die südafrikanische Tochter von BAE-Systems (British Aerospace Electronic Systems), dem derzeit weltweit drittgrößten Rüstungskonzern. Ende der Beweissicherung. Dieser Casspir auf Schienen hat wesentlich zur Sicherheit von Leib und Leben von Eisenbahnpassagieren in unsicheren Zeiten beigetragen. Er ist heute ein Museumsstück der äußerst facettenreichen Eisenbahngeschichte.
Diese Geschichte hat natürlich heißes Interesse erweckt, ob es in der Welt nach 1945 noch weitere Exemplare gepanzerter Schienenfahrzeuge für militärische oder polizeiliche Zwecke gab oder gibt, wie der Casspir aus Südafrika. Einem On-dit zufolge soll die nordkoreanische Armee noch über gepanzerte Schienenfahrzeuge verfügen.
Nun, vielleicht haben Sie Kenntnis von gepanzerten Schienenfahrzeugen, die irgendwo auf dieser Welt noch zum Zuge kommen. Über einen entsprechenden Hinweis würden wir uns freuen. Eisenbahngeschichten faszinieren uns einfach. Teilen Sie diese Raritäten mit uns: feige@feige-business-advisors.de
Eisenbahnen können oft Erinnerungen, aber auch Bestimmungen für ein Leben sein. Wie es ein Song von Johnny Cash uns erzählt. „Locomotive man”: https://www.youtube.com/watch?v=0fBWQLEapPc
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